Wir sind gern late to the party, weil die Sache mit den faschistischen Männern nun mal nicht aus der Mode kommt.
Also lesen wir diese seltsame Freiburger Dissertation der Siebziger Jahre, die uns fast fünfzig Jahre später viel zu erzählen hat: Von kaputten Männern, für die es nur drei Sorten Frauen gibt: Die Mutter, die Schwester und die Hure. Von eben diesen „nicht-zu-Ende-geborenen“ Männern und ihrer Unfähigkeit, Lust zu empfinden. Und von phallischen Blicken, Körperpanzern und allen erdenklichen Körperflüssigkeiten.
Nichts Menschliches und nichts Unmenschliches ist uns fremd beim Lesekreis: ‚Männerphantasien‘ von Klaus Theweleit

