AWiRo e.V. / Café Median

Schlagwort: Männlichkeit

  • Lesekreis Männerphantasien

    Lesekreis Männerphantasien

    Wir sind gern late to the party, weil die Sache mit den faschistischen Männern nun mal nicht aus der Mode kommt.

    Also lesen wir diese seltsame Freiburger Dissertation der Siebziger Jahre, die uns fast fünfzig Jahre später viel zu erzählen hat: Von kaputten Männern, für die es nur drei Sorten Frauen gibt: Die Mutter, die Schwester und die Hure. Von eben diesen „nicht-zu-Ende-geborenen“ Männern und ihrer Unfähigkeit, Lust zu empfinden. Und von phallischen Blicken, Körperpanzern und allen erdenklichen Körperflüssigkeiten.

    Nichts Menschliches und nichts Unmenschliches ist uns fremd beim Lesekreis: ‚Männerphantasien‘ von Klaus Theweleit

  • Echte Männer braucht das Land?! Männlichkeit und Geschlecht in rechten Zeiten

    Echte Männer braucht das Land?! Männlichkeit und Geschlecht in rechten Zeiten

    Geschlecht, Sexualität und Familie stellen zentrale Kategorien für die Politik der extremen Rechten dar und bestimmen ihre öffentliche Selbst-Inszenierung. Mehr noch: Geschlechter- und Familienbilder sind konstitutive Elemente rechter Phänomene. Die Kategorie Geschlecht ist eines ihrer konstituierenden Merkmale. Und trotzdem bleibt geschlechtliches Handeln meist unbestimmt.

    Jede öffentlich präsente FLINTA-Person kennt es: Drohnachrichten, Beleidigungen, sexistische und queerfeindliche Angriffe, im schlimmsten Falle Shitstorms oder großflächige, andauernde Kampagnen.
    Sie sind Ausdruck von Misogynie: der Strafe des Patriarchats, wenn sich FLINTA patriarchalen Anforderungen an Weiblichkeit verweigern. Es ist bezeichnend, dass diese Hasskampagnen besonders oft Feminist*innen zum Ziel haben.
    Gleichzeitig dienen diese Angriffe auch immer als Warnung an andere: wenn sie sich feministisch äußern, werden sie ebenfalls als Feindbild markiert.

    Während sich bestimmte Aspekte der Geschlechterdynamiken in den letzten Jahrzehnten verändert haben, sind grundlegende Erwartungen an Männer und Sozialisierungsmuster gleich geblieben. Das führt, in Kombination mit gesamtgesellschaftlichen Krisenmomenten bei Männer immer wieder zu Gefühlen von Ohnmacht und Nicht-Genügen. Diese gekränkte oder krisenhafte Männlichkeit bietet Anknüpfungspunkte für Misogynie und Antifeminismus, die dann als weiterer Anknüpfungspunkt fur unterschiedliche antifeministische und faschistische Akteure dient.

    Die Veranstaltungsreihe zu dem Thema fand 2023-2024 stat.