18.05.: Vortragstipp

Neue Woche, neuer Tipp:

Krise, Ken und Konspiration

Über Verschwörungstheorien am Beispiel der Corona-Pandemie

Von 9/11 über die Fluchtkrise bis Corona: Tritt ein Ereignis von außergewöhnlicher Bedeutung ein, sind auch Verschwörungstheorien nicht weit. Sie bieten eine triviale Erklärung an, präsentieren einen Schuldigen und legen nahe, dass das vermeintliche Problem mit der Beseitigung des Sündenbocks zu lösen sei. Ein allzu simples Muster, das doch eigentlich allen auffallen sollte. Doch warum glauben so viele Menschen an Verschwörungstheorien, wie sind sie aufgebaut und was macht ihre Faszination aus?

Im Vortrag wird der Stand der politikwissenschaftlichen Forschung zum Thema zusammengefasst. Es wird nachgezeichnet, wie Verschwörungstheorien funktionieren, woher sie kommen und wie das Internet sie verändert. Es wird zugleich gezeigt wo auch viele Kritikeri*innen von Verschwörungsthoerien falsch liegen, welche Bedeutung sie für den Zustand unserer Demokratie haben und was man gegen sie tun kann.

Laura-Luise Hammel ist Politikwissenschaftlerin, promoviert derzeit an der Uni Tübingen und forscht seit mehreren Jahren zum Thema Verschwörungstheorien.