Gentrifizierung – wem gehört die Stadt?

Ebenso wie die gezeigten Hausgemeinschaften haben auch wir den Beschluss gefasst bzw. die Notwendigkeit erkannt, unsere Häuser in der Niklotstraße 5 und 6 von der kommunalen Wohnungsgesellschaft WIRO zu kaufen.

Grund dafür ist hauptsächlich, dass die bestehenden Mietverträge bald auslaufen und zu den jetzigen Konditionen auch nicht verlängert oder neu geschlossen werden würden. Somit geht aktuell unsere bezahlbare Lebensgrundlage flöten.

Dabei können wir nicht auf politische Versprechungen vertrauen bzw. müssen geltendes Recht solange zu unserem Vorteil nutzen, bis es durch die nächste Laune dieser oder jener Partei geändert wird.

Der Kapitalismus hat wie überall das letzte Wort!
Und auch wenn die Häuser uns gehören, heißt das noch lange nicht, dass wir damit eine Art Parallelwelt errichten: Wir werden noch immer ein Teil dieses Wirtschaftssystems sein, mitsamt seiner Verwertungslogik und den damit einhergehenden finanziellen Schwierigkeiten.

Die Widersprüchlichkeit dieses Systems wird schon allein dadurch deutlich, dass Wohnraum als vermeintliches „Gemeingut“ (mit rechtlich garantiertem Anspruch auf jenes) zur Profitmaximierung gebraucht wird. Grund und Boden, unser aller Lebensgrundlage, kann Eigentum und somit Objekt der Spekulation sein.

Die Folgen sind verheerend und tagtäglich überall zu sehen.

Doch das Ziel, was auch wir verfolgen, ist klar und wurde bereits von den Menschen im Video gut formuliert: „Wir wollen langfristig (…) die Voraussetzung schaffen, dass Wohnraum nicht mehr auf dem Markt gehandelt wird.“ „(…) Wenn wir ein Recht auf Wohnen haben, dann sollte (…) Wohnen keine Ware sein.“